5. August 2026

Der richtige Trainingsmix: Warum „Mittelmass“ dich nicht weiterbringt

Viele Hobbysportlerinnen und Hobbysportler trainieren regelmässig und fühlen sich nach jeder Ausfahrt müde – kommen aber trotzdem nicht richtig vom Fleck. Der Grund: die berüchtigte „Mittelzone“.

Das Problem mit der Mittelzone

Die meisten bewegen sich instinktiv irgendwo dazwischen: schneller als reines Grundlagentempo, aber langsamer als ein hartes Intervall. Es fühlt sich nach gutem Training an, bringt aber wenig – die Intensität erzeugt Ermüdung, ohne einen wirklich starken Trainingsreiz auszulösen. Das Resultat: viel Aufwand, wenig Fortschritt. Und schlimmer noch: Wer ständig in dieser Zone unterwegs ist, sammelt Ermüdung an, ohne wirklich schneller zu werden – und dann fehlt genau dann die Frische, wenn es zählt, etwa beim Intervall oder im Rennen.

Die Lösung: klar trennen statt vermischen

Intensität wird bewusst gewählt – geplant, mit klarem Ziel, und gezielt für die Intervalle eingesetzt. Nicht permanent. Lockere Einheiten hingegen sind wirklich locker, als echte Grundlageneinheit. Konkret heisst das:

●      Der grösste Teil des Trainings findet locker statt, im echten Grundlagenbereich – man sollte sich problemlos unterhalten können.

●      1-2 kurze, dafür wirklich intensive Einheiten pro Woche, geplant und mit klarem Ziel.

●      Die Mittelzone dazwischen wird bewusst gemieden.

Die einfache Faustregel

Wenn hart, dann wirklich hart. Wenn locker, dann wirklich locker.

Das klingt simpel, ist im Alltag aber die grösste Herausforderung: bei den lockeren Einheiten braucht es Disziplin, tatsächlich langsam zu bleiben; bei den intensiven Einheiten braucht es Mut, wirklich an die Grenze zu gehen.

Was das für deine Vorbereitung bedeutet

Für die Vorbereitung auf die Cyclotour du Léman heisst das konkret:

●      Plane klar definierte lockere Fahrten als Basis für Ausdauer und Erholung.

●      Baue gezielt 1-2 kurze, intensive Einheiten ein, zum Beispiel Intervalle oder Bergsprints.

●      Vermeide „einfach so“ mittleres Tempo, nur weil es sich gut anfühlt.

●      Gönn dir nach intensiven Einheiten echte Erholung statt dem nächsten mittelharten Training.

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